Warum ein neues Polizeizentrum?

Die Kantonspolizei Bern ist heute im Raum Bern auf 18 Standorte verteilt. Zudem ist ihr Standort im Ringhof in die Jahre gekommen. Die dort angesiedelten Einsatzzentralen entsprechen den Anforderungen nicht mehr. Mit dem neuen Polizeizentrum wird eine wirtschaftliche und langfristige Lösung für die Herausforderungen der modernen Polizeiarbeit zur Verfügung stehen.

Um den wachsenden Bedürfnissen der Polizeiarbeit gerecht zu werden, musste die Kantonspolizei Bern in der Vergangenheit immer mehr Gebäude des Kantons belegen oder kantonsfremde Gebäude zumieten. Diese Situation verschärfte sich 2008 mit der Integration der Stadtpolizei Bern in die Kantonspolizei. Resultat: Die Kantonspolizei Bern ist heute organisatorisch auf 18 Standorte in der Region verteilt.

Verzettelung erschwert Betrieb und führt zu hohen Mietkosten

Die Verteilung auf viele Standorte erschwert und verteuert die Arbeitsabläufe der Kantonspolizei. So müssen zum Beispiel bei einem Einbruchdiebstahl oder einer entsprechenden Serie je nach Lage verschiedene Fachbereiche und Spezialisten einbezogen werden, die über die ganze Stadt verteilt in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht sind. Diese Verzettelung führt zu vielen Fahrten, hohem Koordinationsaufwand und hohen Mietkosten.

Berner Ringhof stösst technisch und baulich an Grenzen

Im Ringhof am Nording 30 sind die Einsatzzentralen für die Regionen Bern und Mittelland-Emmental-Oberaargau untergebracht. Hier kämpft die Kantonspolizei mit Platzproblemen, und das Gebäude müsste dringend saniert werden. Neue technische Einrichtungen sind kaum noch oder nur noch mit grossem finanziellen Aufwand zu realisieren. Ein vom Kanton in Auftrag gegebenes externes Gutachten hat dies bestätigt. Um in einem modernen Umfeld mit neuen Technologien effiziente Polizeiarbeit leisten zu können, ist die Weiterentwicklung der Polizei aber zwingend nötig.

Blick in den Innenhof des Ringhofs und in die Regionale Einsatzzentrale. Das Gebäude ist baulich in die Jahre gekommen. Technische Nachrüstungen wären mit grossen Kosten verbunden.

Konzentration in neuem Polizeizentrum bringt viele Vorteile

Das externe Gutachten empfiehlt eine Verlegung der Einsatzzentrale vom Ringhof in ein neues Gebäude. Mit dem Bau eines neuen Polizeizentrums kann diese Empfehlung umgesetzt werden. Gleichzeitig wird die Verzettelung beendet und die gesamte kantonale Führungsinfrastruktur – die Regionalen Einsatzzentralen (REZ), das Lagezentrum, der kantonale Führungsraum Polizei, der Polizeiführungsstab und der Kantonale Führungsstab – unter einem Dach vereint.

Polizeiwachen bleiben nahe bei den Menschen

Mit dem geplanten Neubau des Polizeizentrums in Niederwangen/Köniz wird die angestrebte räumliche Konzentration verschiedener Abteilungen der Kantonspolizei von heute 18 Standorten auf 10 (inkl. Neubau) umgesetzt. Die Polizeiwachen – wichtige Anlaufstellen für die Bevölkerung – werden nicht ins neue Polizeizentrum umziehen. Sie bleiben wie heute nahe bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Aktuelle Standorte
Standorte 2026

Die Kantonspolizei ist heute im Raum Bern auf 18 Standorte verteilt. 10 davon werden ins neue Polizeizentrum integriert. Die Polizeiwachen bleiben, wo sie heute sind. 

Regionale Einsatzzentralen (REZ) – Herzen der Polizeiarbeit

Die vier Regionen der Kantonspolizei Bern verfügen jeweils über eine eigenständige Regionale Einsatzzentrale (REZ). Im Ringhof in Bern befinden sich die beiden REZ der Regionen Mittelland-Emmental-Oberaargau und Stadt/Region Bern. Weitere REZ befinden sich in Biel (Seeland/Berner Jura) und in Thun (Berner Oberland). Die REZ sind die eigentlichen Herzen der Polizeiarbeit. Sie nehmen fast 20 Notrufe pro Stunde entgegen und koordinieren rund 350 Einsätze pro Tag.

Weitere Informationen zu den REZ:

Blog der Kantonspolizei